|
PENTAGON STRIKE - Fünf Minuten für Millionen
Im Jahr 2004 tauchte im Internet eine Flash-Präsentation namens PENTAGON STRIKE auf. Produziert wurde der fünfminütige Clip von einem gewissen Darren Williams (Quelle) und lässt sich in diversen Sprachen hier herunterladen.
Der Flash-Clip startet mit der Hetztirade eines Volksverhetzer besonderen Kalibers - Adolf Hitler: Der Völkerstreit und der Hass untereinander, der wird gepflegt von ganz bestimmten Interessenten. Es ist eine kleine, wurzellose internationale Clique, die die Völker gegeneinander hetzt, die nicht will, daß wir zur Ruhe kommen.
Die Hetzrede bezieht sich auf das sogenannte ‘Weltjudentum’ - die “wurzellose internationale Clique” umschreibt die ‘jüdischen Weltverschwörer’ oder etwas moderner formuliert: “SIE”.
Zur Einstimmung von PENTAGON STRIKE wird demnach einer der übelsten antisemitischen Verschwörungstheoretiker zitiert, den die Welt je gesehen hat. Sind Worte aus dem Munde von Adolf Hitler glaubwürdig oder richtungsweisend?
An dieser Stelle könnte ein reflektierender Mensch den Flash-Clip bereits in den Desktop-Mülleimer verschieben. Mit dieser Reaktion nimmt man sich allerdings die Möglichkeit, den Zusammenhang von Propaganda und PENTAGON STRIKE ausführlicher zu dokumentieren. Daher folgt eine detaillierter Betrachtung jeder Behauptungen dieses Blendwerkes.
Die Bild-Beweise starten mit dieser Aufnahme:
|
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Die Markierung lenkt die Aufmerksamkeit auf das zentrale Impact-Loch. Die Schaumfontänen verdecken das zerstörte Erdgeschoss auf einer Breite von über 30 Metern. Die manipulative Bildverwertung zieht sich durch eine Vielzahl weiterer ‘Skeptiker’-Publikationen (siehe z.B. Loose Change und Meyssan).
Der Fassadenschaden sieht ohne Wasserfontänen deutlich anders aus (Details siehe Raketen-Loch):
|
|
|
 |
|
|
|
Der massive Fassadenschaden zieht sich über eine Breite von fast 30 Metern(siehe auch Pentagon Building Performance Report). In den folgenden Bildern ist er zwar zu sehen, aber auch hier wird die Aufmerksamkeit gezielt auf andere Aspekte gelenkt. Zunächst auf die Kabeltrommeln:
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
Ob die Kabeltrommeln “unbeschädigt” sind, bleibt Spekulation. Es ist unbekannt, wo diese Kabeltrommeln vor dem Anschlag standen und ob bzw. wie sie von dem Flugzeug berührt wurden. Dokumentierter Fakt ist hingegen das zerstörte Erdgeschoß-Mauerwerk hinter den Kabeltrommeln in einer Ausdehnung von ca. 30 Metern. Davon lenkt PENTAGON STRIKE gezielt ab. Anschliessend wird die Aufmerksamkeit erneut auf einen anderen Aspekt gelenkt:
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
Einige Fenster in der Umgebung des Einschlags blieben intakt, andere nicht. Es handelt sich um druckresistente Fenster, die im Rahmen eines mehrjährigen Renovierungsprogrammes gegen Bombenanschläge verstärkt wurden (Quelle). Die Fenster waren u.a. mit Stahlrahmen fixiert, um einer Druckwelle effektiver zu widerstehen.
|
|
|
 |
|
|
|
Diese Frage wurde bereits in einer Pentagon-Pressekonferenz vom 15.09.2001 beantwortet. Machwerke wie PENTAGON STRIKE oder LOOSE CHANGE interessiert das nicht - sie stellen ihre Fragen immer und immer wieder.
Es bleibt die Frage, warum diese Aspekte gegen einen Boeing-Einschlag verwendet werden. Das Einschlagsprofil passt nahezu perfekt zu einem Flugzeug der Boeing-Kategorie:
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
PENTAGON STRIKE zeigt anschliessend Bildausschnitte, die nochmals deutlich belegen, daß der Fassadenschaden nicht nur aus dem Fünf-Meter-Loch besteht. Vor diesem Hintergrund offenbart der verwendete Begriff ‘Gedankenkontrollmaschinerie’ eine bemerkenswerte Ironie.
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
Zu diesen Bildern wird der Kommentar einer Website der ‘Quantum Future Group’ eingeblendet. PENTAGON STRIKE wird von dieser Organisation vertrieben, Darren Williams hat die technische Umsetzung zu verantworten (siehe A Signs of the Times Production for Quantum Future Group. Created by Darren Williams.)
Das Original-Zitat auf dieser Website: Die allerersten Aussagen - bevor die Gedankenkontroll-Maschinerie zu wirken begann - wiederholten daß etwas kleiner als eine 757 gesehen wurde, wie es das Pentagon traf.
PENTAGON STRIKE ergänzt in fälschender Absicht “etwas wie eine Rakete”
Die Verantwortliche der zitierten Website Laura Knight-Jadczyk erwähnt an einer Stelle jedoch folgendes: Doch lasst es mich klarstellen: Ich denke nicht, daß eine Rakete das Pentagon traf.
Die Verbindung von Darren Williams und Laura Knight-Jadczyk: Williams created a Web site for the video, www.pentagonstrike.co.uk. Then he e-mailed a copy to Laura Knight-Jadczyk, an American author living in France whose books include one on alien abduction. Williams, 31, a systems analyst, belongs to an online group hosted by Knight-Jadczyk that blends discussions of science, politics and the paranormal. On Aug. 23, Knight-Jadczyk posted a link to the video on the group's Web site, www.Cassiopaea.org. (Quelle)
Die Absurdität muss zusammengefasst werden: Die Flash-Präsentation PENTAGON STRIKE hat ein einziges Ziel - die Boeing-Version anzweifeln und in widersprüchlicher Konfusion die Missile-Version und/oder Militärjet-Version propagieren. Maßgeblich unterstützt wird das Machwerk von einer UFO-Esoterikerin, die ausdrücklich die Raketen-These ablehnt. (und nebenbei ‘ultra-terrestrials’ Ufo-Technologie bei der Zerstörung des WTC propagiert)
Gedankenkontroll-Maschinerie?
PENTAGON STRIKE führt anschliessend einige Zeugen auf. Zunächst Steve Patterson:
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
PENTAGON STRIKE agiert konfus und hilflos. Eine ‘kleinere’ Passagiermaschine “für 8-12 Leute” lässt sich weder mit einem Militärjet noch einer Rakete erklären. Das Originalzitat von Patterson enthält mehrere fragwürdige Angaben.
1. Seine Position: 14. Stockwerk eines Appartements in Pentagon-City.
2. Entfernung zum Flugzeug ca. 150 yards (ca. 150 Meter).
3. Flugzeug von Westen kommend, Höhe ca. 20 feet (ca. 6 Meter). Letzteres kann sich nur auf die Situation unmittelbar vor dem Impact beziehen, da für den weitergehenden Anflug völlig unmöglich.
4. Anflug über den National-Friedhof: [...] flew over Arlington cemetary so low that he thought it was going to land on I-395
Dieses Angaben übertragen in einer Karte:
|
|
|
 |
|
|
|
Die Widersprüche im Patterson-Statement:
1. Der angebliche Anflug über den Nationalfriedhof widerspricht nahezu allen anderen Zeugenaussagen sowie den nachweisbaren Schäden im unmittelbaren Umfeld des Pentagon (siehe u.a. Lichtmasten, Einschlagwinkel, Generator, Austrittsloch).
2. Die Entfernungsangabe ‘150 yard’ steht ebenfalls im Widerspruch zur angeblichen Flugbahn über den Friedhof. Selbst die Entfernung zur allgemein bekannten Flugbahn beträgt im optimalen Falle 300 Yard. Auf der obigen Karte ist die bestmögliche hypothetische Position von Patterson eingezeichnet, da nur die Angabe ‘Pentagon City’ bekannt ist (dazu die maßstabsgerechte 150 Yard-Strecke).
Pattersons Beobachtung von einem “[...] plane, which appeared to hold about eight to 12 people [...]” muss aufgrund dieser Widersprüchlichkeiten begründet mit Skepsis betrachtet werden. Einäugige ‘Zweifler’ ignorieren solche Widersprüche prinzipiell und betreiben ‘cherry picking’.
Vor diesem Hintergrund hat die nächste Szene ironischen Charakter:
|
|
|
 |
|
|
|
Mit Zeugenaussagen geht es weiter:
|
|
|
 |
|
|
|
Während des eingeblendeten Zitates ist ausgerechnet ein Augenzeuge im Bilde zu sehen, der die Boeing 757 explizit bestätigt hat: Mike Walter (Quelle). Sein Statement erfolgte vor Ort kurz nach dem Flugzeugeinschlag, also bevor die ominöse “Gedankenkontroll-Maschinerie” einsetzte.
Zu dem eingeblendeten Zitat von Don Wright. Don Wright from the 12th floor, 1600 Wilson Boulevard, in Rosslyn: "I watched this - it looked like a commuter plane, two-engined come down from the south real low proceed right on and crash right into the Pentagon. I watched it come in very low over the trees and it just dipped down and came down right over 395 right into the Pentagon." (Quelle)
Rosslyn befindet sich ca. drei Kilometer nördlich vom Pentagon, das Flugobjekt kam aus südlicher Richtung. Die finale Strecke flog das Flugzeug zudem extrem tief, wie der Zeuge auch bestätigt. Wieder zeigt ein Blick auf die Karte die Unwägbarkeit der Zeugenaussage:
|
|
|
 |
|
|
|
Patterson und Wright sind die einzigen beiden Augenzeugen, die von einem kleineren Flugzeug sprechen. Die Selektiv-Zweifler heben völlig unkritisch diese beiden Augenzeugen besonders hervor und wischen gleichzeitig über 45 anderslautende Zeugen, die sich teils in unmittelbarer Nähe zum vorbeifliegenden Flugzeug befanden, mit einem Schlagwort vom Tisch:
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’
Die nächste Zeugenaussage wird gezielt sinnverfälschend verwendet:
|
|
|
 |
|
|
|
John O’Keefe sagt nämlich ganz zufällig auch folgendes - noch am 11. September 2001: I don't know whether I saw or heard it first, this silver plane, I immediately recognized it as an American Airlines jet," says the 25-year-old O'Keefe,[...] (Quelle, Hervorhebung von mir)
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE.
|
|
|
 |
|
|
|
Steve DeChiaro ist kein Augenzeuge des Einschlags. Zum Zeitpunkt des Einschlags befand er sich am Haupteingang auf der gegenüberliegenden Seite des Pentagons (Quelle). DeChiaro beschreibt lediglich die Einschlagsstelle und das Fehlen größerer Trümmerteile. Zweifellos handelt es sich um eine schwer zu verstehende Ausnahmesituation. Es gibt keine vergleichbare Situation - wir erwarten größere Trümmerteile, weil wir es so gewohnt sind von Flugzeugabstürzen. Die Tatumstände sprechen jedoch gegen diese Erwartungshaltung.
|
|
|
 |
|
|
|
Das Originalzitat belegt, daß auch dieser Zeuge von dem Flugobjekt nichts gesehen hat. Er interpretiert die Situation.
|
|
|
 |
|
|
|
Bei diesem Augenzeugen verschweigt PENTAGON STRIKE erneut den Kern der Aussage: I heard a plane. I saw it. I saw debris flying. I guess it was hitting light poles," said Milburn. (Quelle, ‘Whoosch, whoosch’ bezieht sich möglicherweise auf die Lampenkollision)
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’?
|
|
|
 |
|
|
|
A) Tom Seibert ist kein Augenzeuge. Er sass im Pentagon und betrachtete das TV-Programm während des Einschlages. Seibert interpretiert lediglich die Geräuschkulisse. (Quelle)
B) Michael DiPaula wird frech als Raketen-Zeuge zitiert, sagte aber tatsächlich folgendes: Michael DiPaula, project coordinator Pentagon Renovation Team, in construction trailer 75 feet from the crash: ”Suddenly, an airplane roared into view, nearly shearing the roof off the trailer before slamming into the E ring. It sounded like a missile… Buried in debris and covered with airplane fuel, he was briefly listed by authorities as missing... (Quelle, Hervorhebungen von mir)
Der vorgetäuschte ‘Raketen-Zeuge’ ist übrigens leitender Angestellter des Pentagons.
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE.
|
|
|
 |
|
|
|
Wieder ein verfälschtes Zitat. Perkal sagte folgendes: People shouted in the corridor outside that a bomb had gone off upstairs on the main concourse in the building. [Hervorhebung von mir]
Das komplette Zitat: The airliner crashed between two and three hundred feet from my office in the Pentagon, just around a corner from where I work. I'm the deputy General Counsel, Washington Headquarters Services, Office of the Secretary of Defense. (…) My colleagues felt the impact, which reminded them of an earthquake. People shouted in the corridor outside that a bomb had gone off upstairs on the main concourse in the building. No alarms sounded. I walked to my office, shut down my computer, and headed out. Even before stepping outside I could smell the cordite. Then I knew explosives had been set off somewhere. I looked to my right and saw a raging fire and smoke careening off the facade to the sky. (…) Two explosions, a few minutes apart, prompted me to start walking. (Quelle, Hervorhebungen von mir)
Es handelt es sich um einen hochrangigen Pentagon-Juristen, der als ‘Bomben-Zeuge’ zitiert wird und seine irreführenden Eindrücke schildert. Wieder kein Augenzeuge, sondern ein spekulierender ‘Geruchs’zeuge - inmitten eines brennenden und verqualmten Chaos. Wieso plaudert ein hochrangiger Pentagon-Mitarbeiter die angebliche ‘Bomben-Story’ mehrere Tage nach dem Geschehen aus? Wo bleibt die angebliche ‘Gedankenkontroll-Maschinerie?
|
|
|
 |
|
|
|
Auch Christine Peterson wird gezielt sinnverfälschend zitiert. Sie sagt nämlich folgendes unmittelbar vor diesem Zitat: I looked idly out my window to the left -- and saw a plane flying so low I said, "holy cow, that plane is going to hit my car". The car shook as the plane flew over. It was so close that I could read the numbers under the wing. And then the plane crashed. (Quelle, Hervorhebung von mir)
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE
|
|
|
 |
|
|
|
Das Originalzitat belegt erneut die zielgerichtete Selektivität: A huge jet. Then it was gone. A massive hole in the side of the Pentagon gushed smoke. [...] The gash in the building looks so small on TV. The massiveness of the structure lost in the tight shots of the fire. There was a plane. It didn't go over the building. It went into the building.
Die zitierte Person beschreibt demnach einen “riesigen Jet”. Das Machwerk PENTAGON STRIKE manipuliert durch Selektivität. Die nachvollziehbaren Irritationen bzgl. der Impact-Situation werden hervorgehoben. Durch sinnverfälschendes Zitieren wird suggeriert, es hätte kein Flugzeug gegeben.
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE
|
|
|
 |
|
|
|
Ein Reporter wird zitiert, der in einer Pressekonferenz eine Behauptung aufstellt. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme, daß Leitwerk und Flügel bei einer Geschwindigkeit von über 800km/h abbrechen und sichtbar vor dem Gebäude liegenbleiben - nur ein irrationales Bauchgefühl. Lee Evey bestätigt die Vielzahl kleinerer Trümmerteile (siehe u.a. Zertrümmert?)
Und weiter? PENTAGON STRIKE hat nichts substanzielles zu bieten.
Das komplette Themenfeld ‘Augenzeugen’ ist ein einziges Desaster für die angeblichen ‘Gedankenkontroll-Maschinerie’-Aufklärer.
Mit fetziger Hintergrundmusik prasseln anschliessend Bilder ‘konventioneller’ Flugzeug-Unglücke auf den Zuschauer ein:
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
“Nicht so beim Pentagon....”
Genau deshalb stellt sich die Frage, was die obigen Bilder zur Sache beitragen. Am 11.09.2001 schlug nachweislich kein Flugzeug auf dem Boden auf. PENTAGON STRIKE zitiert wieder gezielt die wenigen Zeugen, die teils aus größerer Entfernung beobachtend einen anderen Eindruck von der Situation hatten - ein sinnloser Manipulationsversuch.
|
|
|
 |
|
 |
|
|
Oder ‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE. Vereinzelte Zeugen glauben, daß das extrem tieffliegende Flugzeug den Boden traf, bevor es ins Gebäude einschlug. Die Bilder zeigen jedoch keinerlei Rasenschäden.
Welches Fazit zieht ein rationaler Mensch aus diesen Vorgaben?
1. Es gab kein Flugzeug oder 2. Die wenigen Zeugen irren sich.
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
Warum sind auf diesen Bildern keine Trümmer zu sehen? Diese Bilder zeigen den Bereich vor bzw. rechts vom Einschlagsbereich. Das Flugzeug kam aus dieser Richtung in einem Winkel von knapp 45 Grad
|
|
|
|
 |
|
|
|
Eingezeichnet ist der Einschlagwinkel. Anhand der existierenden Trümmerbilder lässt sich erkennen, daß nahezu alle Trümmerteile links vom Einschlagsbereich zu finden sind - dem spitzen Aufschlagwinkel entsprechend. Dieser linke Bereich ist zudem übersät mit kleinsten, unidentifizierbaren Trümmerteilen
|
|
|
 |
|
|
|
Die nachfolgende Frage dokumentiert die Absurdität und Selektivität der Trümmerteil-Leugnung:
|
|
|
 |
|
|
|
Sie gehören zu einer Boeing 757. Ebenso die Trümmerteile, die PENTAGON STRIKE nicht zeigt und die es dank der gezielt ausgewählten Bilder angeblich nicht gab:
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
PENTAGON STRIKE widmet sich anschliessend dem Inneren des Pentagon-Gebäudes mit einer VT-Klassiker-Frage:
|
|
|
 |
|
|
|
Antwort: Nein.
Am 11.September 2001 wurden keine “Löcher in stahlverstärkte Wände gestanzt”. es handelt sich um ein klassisches Strohmann-Argument der VT-Szene (Details siehe Pentagonmauern und Punch out). Es existieren keine durchlöcherten “stahlverstärkten Betonwände”, es existiert lediglich ein einziges Loch in einer simplen Ziegelsteinmauer - der sogenannte ‘punch out’. Auf Luftbildern entsteht der Eindruck, die Boeing hätte drei Gebäuderinge - und demzufolge auch sechs Mauern - durchschlagen. In Wirklichkeit durchquerten die Flugzeugtrümmer jedoch nur eine etwa 65 Meter breite Halle. Sie wurden im wesentlichen von den tragenden Säulen aufgehalten. (Quelle)
|
|
|
 |
|
|
|
Mitchell ist Pentagon-Mitarbeiter und bezieht sich auf den Bereich vor dem ‘punch out’. Mitchell sagt in dieser Pressekonferenz noch folgendes: Reporterfrage: “Did you see any evidence of the aircraft anywhere?” Mitchell: “Yes, I did. You could see just small pieces of it.” (Quelle)
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE
Fetzige Hintergrundmusik untermalt das folgende Statement:
|
|
|
|
 |
|
|
|
Das Flugzeug befand sich unmittelbar vor dem Einschlag fast auf Bodenhöhe, nicht jedoch “60 cm über dem Boden”. Nur eine Sekunde vor dem Einschlag überflog die Boeing noch einen Highway
|
|
|
 |
|
|
|
Keine Luftturbulenzen?
The car shook as the plane flew over. (Christine Peterson)
Zwischen dem überflogenen Highway und dem Impact liegen ca. 180 Meter (siehe GoogleEarth). Bei einer Geschwindigkeit von 800 km/h (ca. 220m/s) liegt ein schmaler Abschnitt des Highways max. 0,8 Sekunden hinter den Turbinen. Da sich das Flugzeug im kontinuierlichen Sinkflug befand, schränkt dies den Einfluss der ‘Turbinenwinde’ weiter ein.
Obwohl sich die Parameter unterscheiden, gibt die folgende Aufnahme einen Eindruck der Situation:
|
|
|
 |
|
|
|
Es bleibt daher spekulativ, wie groß der Einfluß der vorbeifliegenden Passagiermaschine auf evtl. kreuzende Fahrzeuge gewesen sein mag.
PENTAGON STRIKE zitiert nachfolgend eine Fluglotsin:
|
|
|
 |
|
|
|
Die Fluglotsin Danielle O’Brien beschreibt, daß die Manöver für eine Boeing 757 ungewöhnlich waren. Niemand bestreitet das. Normalerweise fliegt eine Passagiermaschine in relativ niedriger Höhe weder mit einer solchen Geschwindigkeit (die sich im Rahmen der 757-Spezifikationen bewegte), noch solche Kurven (die ebenfalls mit einer Boeing 757 durchführbar sind). Im weitergehenden Interview bringt O’Brien dies auch zum Ausdruck:
You don't fly a 757 in that manner. It's unsafe. (Quelle)
Es ist unsicher, nicht unmöglich! Verschwörungstheoretiker versuchen jedoch, letzteres zu suggerieren.
Die Bezeichnung “Militärjet” taucht zudem im Kontext einer Situation auf, in der das beobachtete Flugobjekt - ein Punkt auf dem Radarschirm - von dem vermuteten Angriffsziel ‘White House’ abdrehte: And it went six, five, four, and I had it in my mouth to say three and all of a sudden the plane turned away. In the room it was almost a sense of relief. 'This must be a fighter’. This must be one of our guys sent in -- scrambled to patrol our Capitol and to protect our president. (Quelle, Hervorhebungen von mir)
Wer das O’Brien-Statement gezielt fehlinterpretieren will, ignoriert auch die letzte Bemerkung aus diesem Interview: I called a girlfriend of mine that evening and I got her answering machine and I said, 'You're not going to believe what I've been involved with today.' And I said, 'You know, American 77, I saw him. I saw it all. Call me.” (Quelle, Hervorhebung von mir)
Schliesslich wird die Qualifikation des Hijacker-Piloten in Zweifel gezogen.
|
|
|
 |
|
|
|
Das Zitat von Rick Garza bezieht sich auf Nawaf Alhazmi und Khalid Almihdhar (Quelle), nicht auf Hani Hanjour. PENTAGON STRIKE nutzt jeden Taschenspielertrick für die beabsichtigte Wirkung. Hanjour erwarb bereits zwei Jahre vor den Anschlägen die Berufspilotenlizenz: Hanjour received his commercial multi-engine pilot certificate from the FAA in March 1999. He received extensive flight training in the United States including flight simulator training, and was perhaps the most experienced and highly trained pilot among the 9/11 hijackers. (Quelle)
Der Fluglehrer Marcel Bernard beschreibt die Situation folgendermaßen: Despite Hanjour's poor reviews, he did have some ability as a pilot, said Bernard of Freeway Airport. "There's no doubt in my mind that once that [hijacked jet] got going, he could have pointed that plane at a building and hit it," he said. (Quelle)
In einer niederländischen TV-Dokumentation wurde das Flugmanöver in einem professionellen Simulator nachgeahmt. Fazit: We did it three times and three times we hit the Pentagon.
Hanjour war nur ein durchschnittlicher Pilot mit Sprachdefiziten - für eine 330 Grad-Rechtskurve im Sinkflug scheint es gereicht zu haben.
Zuletzt bringt PENTAGON STRIKE angebliche Videoaufnahmen ins Spiel:
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
Die angebliche Kamera “auf dem Dach des Sheraton Nationals” befindet sich auf dem vierstöckigen Vorbau des Hotels (siehe auch Sheraton-Kamera):
|
|
|
 |
|
|
|
Das Zitat von Bill Gertz hat mit dem Sheraton-Hotel nichts zu tun. Es wird nachweislich kein Hotelname genannt. Es handelt sich um pure Suggestion von PENTAGON STRIKE: Federal investigators may have video footage of the deadly terrorist attack on the Pentagon. A security camera atop a hotel close to the Pentagon may have captured dramatic footage of the hijacked Boeing 757 airliner as it slammed into the western wall of the Pentagon. Hotel employees sat watching the film in shock and horror several times before the FBI confiscated the video as part of its investigation. (Quelle, Hervorhebung von mir)
Wahrscheinlich ist das Doubletree-Hotel gemeint, das sich etwas näher am Pentagon befindet. Das FBI bestätigte, Videoaufnahmen dieses Hotels beschlagnahmt zu haben: I locate one videotape taken from a closed circuit television at a Doubletree Hotel in Arlington, Virginia. I determined, however, that the videotape did not show the impact of Flight 77 into the Pentagon on September 11, 2001 (Quelle) (Dokument)
Im Dezember 2006 wurde das Video aufgrund mehrerer FOIA-Anträge freigegeben. Das Flugobjekt lässt sich darauf nicht erkennen.
Vom FBI wurde zudem bestritten, ein Video des Sheraton-Hotels zu besitzen. I also conducted a search of the FBI’s Electronic Case File system, Investigative Case Management system, and other evidence databases for any videotapes in the possession of the FBI from the Sheraton National Hotel in Arlington, Virginia. I did not locate any such videotape. (Quelle) (Dokument)
Die Legende vom Sheraton-Hotel hält sich hartnäckig dank Machwerke wie PENTAGON STRIKE (Detaillierte Darstellung). Die nachfolgende Aufnahme wurde vom Einschlagsbereich aus gemacht, um die Irrelevanz dieses Hotels zu belegen.
|
|
|
 |
|
|
|
Ähnliches gilt für die folgende Tankstellenkamera.
|
|
|
 |
|
|
|
Jose Velasquez hat viel mehr mitbekommen: But Velasquez slammed down the receiver and raced outside when he felt the gas station he supervises suddenly begin to tremble from a too-close airplane. It was like an earthquake," the Costa Rican native said last week. What Velasquez felt above him almost within touching distance was American Airlines Flight 77 just seconds before impact. (Quelle, Hervorhebung von mir)
Die Tankstelle erbebte durch das gefährlich nahe kommende Flugzeug und Velasquez spricht von einem Eindruck wie bei einem Erdbeben. PENTAGON STRIKE verschweigt konsequent jeden Widerspruch zur Raketen-Story.
‘Gedankenkontroll-Maschinerie’ made by PENTAGON STRIKE
|
|
|
 |
|
|
|
Auch diese Information ist nicht vollständig. Russell Pickering erhielt im Sommer 2006 vor Ort eine relativierende Erklärung, die nachvollziehbar ist: According to the manager of the Citgo who was very kind and informative with us, their video was not actually taken away in minutes as the famous quote has told us. They were evacuated for about two hours from the Citgo and minutes after they reopened the camera was taken. (Quelle, Hervorhebungen von mir)
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
Im Hintergrund ist das Pentagon-Gebäude zu sehen - aber wo befinden sich die Überwachungskameras der Tankstelle?
|
|
|
 |
|
|
|
Quelle: Russell Pickering
|
|
|
|
 |
|
|
|
Antwort: Die Kameras befinden sich unter dem Tankstellendach, also in einer Höhe von max. sechs Metern und sind - ihrer Aufgabe entsprechend - abwärts gerichtet. Die Kameras sind nicht darauf ausgelegt, ein Gebäude in ca. 300 Meter Entfernung zu filmen. Es ist daher nicht verwunderlich, daß die freigegebenen Videos lediglich unspektakuläre Aufnahmen zu bieten hatten.
Zuletzt die Highway-Überwachungskamera:
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
PENTAGON STRIKE behauptet, es gäbe Bänder.
Eine entsprechende Anfrage wurde vom ‘Smart Traffic Center’ folgendermaßen beantwortet: In reference to your Freedom of Information Act (FOIA) request seeking video images, etc. from VDOT's traffic monitoring cameras on the morning of 9/11/2001, we do not have any such documentation available. We do not record the images as seen by the traffic cameras. Regarding the question about the web images, we do not provide these, nor do we record them. They are provided by a private company called Trafficland (www.trafficland.com) and any questions concerning their web video feeds should be deferred to them for response. (Quelle)
Es gibt also keinerlei bestätigende Information über die Existenz von Videobändern. Es gibt hingegen Informationen, daß solche Bänder nicht existieren.
Verschwörungstheoretiker formulieren daraus ihre eigene Version:
Die Bänder wurden nie freigegeben.
Gedankenkontroll-Maschinerie made by PENTAGON STRIKE
Fazit:
PENTAGON STRIKE ist ein fetzig gestaltetes 5-Minuten-Häppchen - ein Appetitanreger für Konsumenten mit der Affinität, unglaubliches zu glauben. An diesem Machwerk lässt sich in konzentrierter Form aufzeigen, daß gravierende Manipulationen zwingend notwendig sind, um den sog. ‘Missilehoax’ zu propagieren.
PENTAGON STRIKE pendelt zwischen der reinen Raketen-Version und einer Militärjet-Version, ohne dies explizit zu formulieren - die zwingenden Widersprüche innerhalb der ‘Alternativversionen’ sind ein größeres Problem für die Theoretiker als die angeblichen Widersprüche innerhalb der ‘offiziellen’ Version.
Hitler-Hetze zur Einstimmung und der ‘No Boeing’ Hoax als zentrales Thema - propagiert von der ‘Quantum Future Group, Inc., deren Vize-Präsidentin Laura Knight-Jadczyk nicht nur Zukunfts-Channeling betreibt, sondern sich auch als Spezialistin zur Erkennung von COINTELPRO-Aktionen darstellt (siehe LKJ-Blog).
Aus diesen Absurditäten erwuchs das ‘mind control’-Machwerk PENTAGON STRIKE, das von manchen ‘Truthern’ als kontraproduktive Propaganda eingestuft wurde (Beispiel, Beispiel, Beispiel). Bezeichnenderweise wird das Machwerk PENTAGON STRIKE bis zum heutigen Tage (Stand 30.04.2009) von der Organisation SCHOLARS FOR 9/11 TRUTH verlinkt.
Das Medium Internet ermöglichte die Verbreitung dieses Propaganda-Clips. Die unkritische Akzeptanz ist erschreckend hoch. Es handelt sich um ein weiteres Beispiel für die These, daß Verschwörungstheorien aus technischen Gründen massentauglich wurden: Das WWW ist auch maßgeblich für die Infantilisierung und Idiotisierung der Öffentlichkeit verantwortlich. Es bestätigt die banale Erkenntnis, dass es keinen Vorteil ohne Nachteil gibt, keinen Fortschritt ohne Rückschritt und keine Revolution ohne Reaktion. Die Verschwörungstheorien, die nach dem 11. September 2001 in Umlauf kamen, wären ohne das Internet über ein paar alternative Kifferstuben und Erste-Hilfe-Stationen für Verwirrte nicht hinausgekommen. Weit häufiger und viel einfacher als bei den vorausgegangenen „Verschwörungen“ – dem Mord an Kennedy, dem Ableben von Marylin Monroe und der „gefakten“ Mondlandung – bekam buchstäblich jeder Psycho die Gelegenheit, sich zu äußern, auf gleicher Augenhöhe mit dem Rest der Welt. Was gestern „Speakers Corner“ im Londoner Hyde Park war, das ist heute das Internet. (Quelle)
Der Umgang mit PENTAGON STRIKE ist symptomatisch für das vielschichtige ‘Truth Movement’. Viele ‘fortgeschrittene Truther’ wissen, daß PENTAGON STRIKE ein reines Manipulations-Instrument darstellt - genau deshalb aber sehr effektiv bei der Sensibilisierung und Rekrutierung neuer ‘Truther’ ist. Der Weg zum ‘fortgeschrittenem Truther’ ist dann gepflastert mit weiteren Videos, die etwas geschickter agieren und den Unsinn in ‘verdünnter Form’ wiederholen, indem ernsthafter erscheinende Kritikpunkte beigemischt werden. LOOSE CHANGE 2 erschien im Jahr 2005/2006 und stellt eine solche pseudo-dokumentarische Weiterentwicklung dar, ebenso 9/11 MYSTERIES aus dem Jahr 2006 (siehe Viewer Guide).
|
|