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“.... da kann man tatsächlich ...”
Auch anhand dieses Beispieles lässt sich die Methodik des Gerhard Wisnewski verdeutlichen:
Im ersten Wisnewski-Buch aus dem Jahre 2003 (Operation 9/11) werden dem Leser Indizien präsentiert, die als fragliches Flugobjekt einen rasenden Militärjet (z.B. F16) plus zwei(?) Raketen suggerieren. (Details hier, hier, hier)
Im zweiten Wisnewski-Buch aus dem Jahre 2004 (Mythos 9/11) werden dem Leser Indizien präsentiert, die als fragliches Flugobjekt eine Global Hawk plus zwei(?) Raketen suggerieren. (Details hier und hier)
Der Buchautor verwendet hierzu u.a. Bilder, die von einer Regierungsbehörde veröffentlicht wurden, obwohl er - in einer weiteren Publikation (der TV-Doku ‘Aktenzeichen 9/11 ungelöst’, WDR 2003) mit einer ebenfalls unzutreffenden Behauptung suggeriert, daß sogar Aufnahmen von Privatpersonen den Behörden erst “durch die Lappen gehen” mussten, um an die Öffentlichkeit zu gelangen und angeblich ‘Verräterisches’ preiszugeben und - die Behördennähe von Fotografen in anderen Fällen zum Zweifel an der Authentizität von Aufnahmen verwendet.
In diesem Fall liefert eine Regierungsbehörde jedoch verräterisches Fotomaterial?
Im Buch ‘Mythos 9/11’ deutet Wisnewski stellenweise noch an, daß die Global Hawk-Version Fragen offenlässt (eine Version, die von zahlreichen ‘Truthseekern’ prinzipiell abgelehnt wird, siehe TruthMove Declaration 2008). Wisnewski lässt sich damit die Hintertür offen, als ‘kritischer Fragensteller’ aufzutreten. Die tatsächliche Intention wird jedoch in Vorträgen vor ‘frischem’ Publikum offensichtlich, wo diese angeblich offenbleibenden Fragen als Tatsachen verkauft werden.
Nochmals die gewandelten Statements im direkten Vergleich:
Ob es sich hierbei wirklich um Tragflächen handelt, muss also offenbleiben. Vielleicht sind es auch herabgefallene Teile der Gebäudeinfrastruktur. (Wisnewski 2004 in Mythos 9/11, S. 184f)
[...] es gibt auch Bilder aus dem Pentagon, da kann man tatsächlich Teile dieser Drohne erkennen.... (Wisnewski in einem Vortrag 2007/2008)
Spekulation ...... Frage ...... Behauptung ...... Tatsache.
Die Methode zieht sich durch nahezu alle Themenfelder, gleichgültig ob World Trade Center, Shanksville, Hijacker, Bin Laden, OP Northwoods, NORAD Stand Down usw.:
Wisnewski betreibt Leserverarschung. [...] Zuerst steht die spinnerte These, dann werden Informationen darauf zugeschnitten. [...] Es geht um bewußte Irreführung der Leser. (Quelle)
Die drastisch formulierte Meinung von Andreas Hauß (einem weiteren Protagonisten der ‘9/11 Zweifler’-Szene) lässt sich teilen, wenn die Vielzahl dokumentierter Beispiele nicht immerzu als ‘Diskreditierung eines kritischen Journalisten’ umgedichtet würde. MOSAIK911 zeigt bewusst sachbezogen und konkret auf, wie Protagonisten der ‘Kategorie Wisnewski’ mit fragwürdigen Recherchemethoden und eigenwilligen Interpretationen zum Informations-Chaos ursächlich beigetragen haben - und weiterhin dazu beitragen. Mit ‘Aufklärung’ oder ‘kritischem Journalismus’ haben diese Meinungsmacher wenig zu tun, eher im Gegenteil: Über Autoren wie Gerhard Wisnewski und Ex-tazler Matthias Bröckers urteilt das Podium: Solche Leute diskreditieren unsere Arbeit. (Quelle)
In der linken Zeitschrift konkret wird ebenfalls drastisch auf Autoren wie Wisnewski reagiert: Soll man ernsthaft diskutieren mit den Phantasten und Spekulanten? Soll man versuchen, sie auf die zahllosen logischen Widersprüche in ihren Plädoyers hinzuweisen? Soll man sich abarbeiten an den vielen Vermutungen, die sie hinstreuen wie Knallerbsen, [...]? Sie sind es nicht wert, so wenig, wie es Verschwörungsspekulanten je gewesen sind. Sie halten einen Zipfel der Wahrheit in den Händen, doch in ihnen verwandelt er sich flugs in einen Klowisch. Sie haben die Bildung und übrigens auch die Ironie nicht, aus den ohnmächtigen Bulletins der Mächtigen mehr zu machen als eine Konspirationsphantasie. Im Trio der aktuellen Nine-Eleven-Komplottdichter ist Gerhard Wisnewski übrigens mit Abstand der dümmste und unleserlichste. Während Bülow und Bröckers sich immerhin noch bemühen, seriös zu wirken wie, sagen wir mal, Sam Spade, blökt Wisnewski von der ersten Zeile an herum wie Mickey Spillane (nach einer Lobotomie). (Quelle)
Hier liegt eines der Kern-Dilemmata: Sie halten einen Zipfel der Wahrheit in den Händen, doch in ihnen verwandelt er sich flugs in einen Klowisch.
Dieser “Zipfel der Wahrheit” muss mühsam herausgefiltert werden und vom Infoschrott getrennt werden - auch wegen Autoren wie Wisnewski.
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