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Auf der Suche nach dem richtigen Trümmerstück

Es existieren zahlreiche Aufnahmen aus dem Inneren des zerstörten Pentagons. Diese stammen von authorisierten Behördenmitarbeitern, insbesondere von FEMA-Fotografen. Über das FEMA-Bildarchiv sind diese Bilder verfügbar.   

Der Buchautor behauptet folgendes:
Aber wir sind nicht auf Spekulationen angewiesen. Denn schliesslich kann man sich ein Bild davon machen, was im Pentagon “angekommen” ist. (Mythos 9/11. S. 182)

Nachfolgend die Aufnahmen, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. Fällt Ihnen etwas ungewöhnliches auf, ohne “auf Spekulationen angewiesen” zu sein?
 

fema-augustino-4431

Quelle: Jocelyn Augustino, FEMA, 13.09.2001

fema-augustino-4430

Quelle: Jocelyn Augustino, FEMA, 13.09.2001

Richten wir den Blick auf ein ganz bestimmtes Trümmerteil:
 

GHwing102
GH-wing2-pipe duct

Dasselbe Objekt aus einem anderen Blickwinkel:
 

fema4421

Quelle: Jocelyn Augustino, FEMA, 13.09.2001

Augenscheinlich handelt es sich um ein Lüftungsrohr bzw. einen Leitungsschacht der Haustechnik, von der Decke heruntergerissen - teilweise noch über querlaufenden Kabeln hängend.

Eine ähnliche Situation wie auf folgendem Bild:
 

inside-debris3

Falls die Fantasie für alternative Erklärungen nicht ausreicht, kann erneut der Mann helfen, der zuviel wusste.
Oder treffender formuliert: Der Mann, der zuviel sah. (Beispiel, Beispiel, Beispiel, Beispiel, Beispiel bzw. hier, Beispiel, Beispiel, Beispiel)
Überzeugende Fotos von Flugzeugteilen aus dem Inneren des Verteidigungsministeriums wurden bisher zwar nicht in Umlauf gebracht, aber vielleicht lag das auch daran, daß man nach der falschen Maschine gesucht hatte, nämlich nach einer Boeing 757 statt nach einer Drohne.
Betrachtet man eine Vergrößerung dieses Fotos, scheint man das Ende einer halbverschütteten Tragfläche zu erkennen. An der Stirnseite des geschlossenen Profils meint man ein flache, ovale Zeichnung oder Struktur zu erkennen. Auch an einem Global Hawk Flügel kann man eine solche Struktur erkennen.
(Mythos 9/11, S. 182)

 

gw-mythos911-s182

aus: Wisnewski, “Mythos 9/11” (Knaur 2004)

gw-mythos911-s183-gh-profil

aus: Wisnewski, “Mythos 9/11” (Knaur 2004)

Man scheint...... man meint..... man kann.....

Zur Erinnerung: Der Buchautor leitete diesen Part folgendermassen ein:
Aber wir sind nicht auf Spekulationen angewiesen.

‘Nicht spekuliert’ wird über Bilder, die von einer FEMA-Mitarbeiterin dokumentiert und durch die FEMA veröffentlicht wurden. Die FEMA ist eine Behörde, die regelmäßig als ausführendes Organ der ‘Verschwörer’ verdächtigt wird. Dem ‘nicht spekulierenden’ Wisnewski zufolge hat ausgerechnet diese Behörde ‘verräterische’ Bilder publiziert - bezeichnende VT-Logik.

Nachdem der Buchautor eine Ähnlichkeit gezielt herbeispekuliert hat, ohne “auf Spekulationen angewiesen zu sein”, wird auf eine naheliegende Frage eine Antwort angedeutet und direkt wieder in Frage gestellt:
Wie sollen solche Tragflächen eigentlich in das Gebäude hineingekommen sein? Da wir hier wahrscheinlich von einem Leichtbauflugzeug sprechen, das sich beim Aufprall nicht unter seinem eigenen Gewicht “zerlegt”, könnte es sich ähnlich zugetragen haben wie beim Absturz eines Modellflugzeuges: Beim Aufprall der Rumpfspitze klappen die Flügel nach vorn. Ob sie dabei durch eine Öffnung, etwa ein Fenster, fliegen können, ist allerdings fraglich, da sie nicht geradeaus, sondern in einem flachen Winkel auf die Fassade auftreffen würden. [....] (Mythos 9/11, S. 184f)

Zur Erinnerung: Der Buchautor leitete diesen Part folgendermassen ein:
Aber wir sind nicht auf Spekulationen angewiesen.

Anhand der markierten Stahlbetonträger lässt sich die Lage dieses Spekulation-Objektes näherungsweise rekonstruieren - in der Übersichtszeichnung mit einem ‘X’ gekennzeichnet:
 

asce-illus-2x

Demnach hätte das mehrere Meter messende ‘Flügelfragment’ nicht nur die Gebäudefront überwunden, sondern auch noch mindestens drei Stahlbetonträger-Reihen, die in einem Abstand von jeweils ca. vier Metern dem schräg einschlagenden Objekt im Wege standen: 
With a maximum spacing of less than 14 ft between pairs of these columns in a projection perpendicular to the path of the fuselage, [...] (Pentagon Building Performance Report, S. 40)

Diese strukturelle Gegebenheit wird in der “offiziellen” Version auch als einer der Gründe angeführt, warum größere Trümmerstücke im Gebäude kaum mehr existierten: Sie wurden sozusagen “geschreddert”. (Details siehe ‘Austrittsloch’)

Nachdem der Buchautor drei Seiten des Buches (inkl. Bilder)  mit den irreführenden Spekulationen gefüllt hat, erwähnt er die naheliegende Erklärung immerhin noch als Option:
Ob es sich hierbei wirklich um Tragflächen handelt, muss also offenbleiben. Vielleicht sind es auch herabgefallene Teile der Gebäudeinfrastruktur. (Mythos 9/11, S. 184f)

Zur Erinnerung: Der Buchautor leitete diesen Part folgendermassen ein:
Aber wir sind nicht auf Spekulationen angewiesen.

An dieser Stelle kann zunächst folgendes festgehalten werden:

1. Der Buchautor spekuliert Übereinstimmungen zwischen einem Global Hawk-Flügel und einem Trümmerstück im Pentagon herbei.

2. Wie dieser Flügel ins Gebäude gelangt sein soll, bleibt offen.

3. Ebenso offen bleibt (laut Wisnewski), ob es sich doch nur um unspektakuläre Trümmerteile der Gebäudeinfrastruktur handelt.

So schreibt es dieser Buchautor im Jahre 2004 und behauptet zugleich “nicht auf Spekulationen angewiesen zu sein”.

Was behauptet derselbe Buchautor im Jahre 2007/2008 vor Publikum?
Das ist mein Hauptverdächtigter.....es gibt auch Bilder aus dem Pentagon, da kann man tatsächlich Teile dieser Drohne erkennen.... (Ausschnitt aus ‘ATV - Die Reportage - Weltverschwörungen’)

 


.... da kann man tatsächlich ...”

Auch anhand dieses Beispieles lässt sich die Methodik des Gerhard Wisnewski verdeutlichen:

Im ersten Wisnewski-Buch aus dem Jahre 2003 (Operation 9/11)  werden dem Leser Indizien präsentiert, die als fragliches Flugobjekt einen rasenden Militärjet (z.B. F16) plus zwei(?) Raketen suggerieren. (Details hier, hier, hier)

Im zweiten Wisnewski-Buch aus dem Jahre 2004 (Mythos 9/11) werden dem Leser Indizien präsentiert, die als fragliches Flugobjekt eine Global Hawk plus zwei(?) Raketen suggerieren. (Details hier und hier)

Der Buchautor verwendet hierzu u.a. Bilder, die von einer Regierungsbehörde veröffentlicht wurden, obwohl er
- in einer weiteren Publikation (der TV-Doku ‘Aktenzeichen 9/11 ungelöst’, WDR 2003) mit einer ebenfalls unzutreffenden Behauptung suggeriert, daß sogar Aufnahmen von Privatpersonen den Behörden erst “durch die Lappen gehen” mussten, um an die Öffentlichkeit zu gelangen und angeblich ‘Verräterisches’ preiszugeben und
- die Behördennähe von Fotografen in anderen Fällen zum Zweifel an der Authentizität von Aufnahmen verwendet.

In diesem Fall liefert eine Regierungsbehörde jedoch verräterisches Fotomaterial?

Im Buch ‘Mythos 9/11’ deutet Wisnewski stellenweise noch an, daß die Global Hawk-Version Fragen offenlässt (eine Version, die von zahlreichen ‘Truthseekern’ prinzipiell abgelehnt wird, siehe TruthMove Declaration 2008). Wisnewski lässt sich damit die Hintertür offen, als ‘kritischer Fragensteller’ aufzutreten.
Die tatsächliche Intention wird jedoch in Vorträgen vor ‘frischem’ Publikum offensichtlich, wo diese angeblich offenbleibenden Fragen als Tatsachen verkauft werden.

Nochmals die gewandelten Statements im direkten Vergleich:

Ob es sich hierbei wirklich um Tragflächen handelt, muss also offenbleiben. Vielleicht sind es auch herabgefallene Teile der Gebäudeinfrastruktur. (Wisnewski 2004 in Mythos 9/11, S. 184f)

[...] es gibt auch Bilder aus dem Pentagon, da kann man tatsächlich Teile dieser Drohne erkennen.... (Wisnewski in einem Vortrag 2007/2008)

Spekulation ...... Frage ...... Behauptung ...... Tatsache.
 

Die Methode zieht sich durch nahezu alle Themenfelder, gleichgültig ob World Trade Center, Shanksville, Hijacker, Bin Laden, OP Northwoods, NORAD Stand Down usw.:

Wisnewski betreibt Leserverarschung. [...] Zuerst steht die spinnerte These, dann werden Informationen darauf zugeschnitten. [...] Es geht um bewußte Irreführung der Leser. (Quelle)

Die drastisch formulierte Meinung von Andreas Hauß (einem weiteren Protagonisten der ‘9/11 Zweifler’-Szene) lässt sich teilen, wenn die Vielzahl dokumentierter Beispiele nicht immerzu als ‘Diskreditierung eines kritischen Journalisten’ umgedichtet würde. MOSAIK911 zeigt bewusst sachbezogen und konkret auf, wie Protagonisten der ‘Kategorie Wisnewski’ mit fragwürdigen Recherchemethoden und eigenwilligen Interpretationen zum Informations-Chaos ursächlich beigetragen haben - und weiterhin dazu beitragen.
Mit ‘Aufklärung’ oder ‘kritischem Journalismus’ haben diese Meinungsmacher wenig zu tun, eher im Gegenteil:
Über Autoren wie Gerhard Wisnewski und Ex-tazler Matthias Bröckers urteilt das Podium: Solche Leute diskreditieren unsere Arbeit. (Quelle)

In der linken Zeitschrift konkret wird ebenfalls drastisch auf Autoren wie Wisnewski reagiert:
Soll man ernsthaft diskutieren mit den Phantasten und Spekulanten? Soll man versuchen, sie auf die zahllosen logischen Widersprüche in ihren Plädoyers hinzuweisen? Soll man sich abarbeiten an den vielen Vermutungen, die sie hinstreuen wie Knallerbsen, [...]?
Sie sind es nicht wert, so wenig, wie es Verschwörungsspekulanten je gewesen sind. Sie halten einen Zipfel der Wahrheit in den Händen, doch in ihnen verwandelt er sich flugs in einen Klowisch. Sie haben die Bildung und übrigens auch die Ironie nicht, aus den ohnmächtigen Bulletins der Mächtigen mehr zu machen als eine Konspirationsphantasie.
Im Trio der aktuellen Nine-Eleven-Komplottdichter ist Gerhard Wisnewski übrigens mit Abstand der dümmste und unleserlichste. Während Bülow und Bröckers sich immerhin noch bemühen, seriös zu wirken wie, sagen wir mal, Sam Spade, blökt Wisnewski von der ersten Zeile an herum wie Mickey Spillane (nach einer Lobotomie).
(Quelle)

Hier liegt eines der Kern-Dilemmata:
Sie halten einen Zipfel der Wahrheit in den Händen, doch in ihnen verwandelt er sich flugs in einen Klowisch.

Dieser “Zipfel der Wahrheit” muss mühsam herausgefiltert werden und vom Infoschrott getrennt werden - auch wegen Autoren wie Wisnewski.
 

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