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Warum Gerhard Wisnewski? gw-pressefoto

Im Jahr 2003 wurde ich in einer Usenet-Diskussion u.a mit der Behauptung konfrontiert, es hätte beim Anschlag auf das Pentagon angeblich drei runde Austrittslöcher gegeben. Wer das Thema verfolgt, kennt die Diskussion um den sog. ‘punch out’ und die hiermit verbundenen Zweifel.

Aber drei kreisrunde Austrittslöcher?

Das war mir neu und ging auf das Buch ‘Operation 9/11’ von Gerhard Wisnewski zurück. In diesem Buch wurde auch eine Erklärung geboten, wie diese angeblichen Löcher zustande gekommen sein sollen.
Wie soll man nun die Qualität und/oder Redlichkeit eines Buchautors einschätzen, der bei einem so offensichtlichen, weil  fotografisch dokumentierten Aspekt so sehr danebenliegt? (Ausführlicher zu diesem bemerkenswerten ‘Sehfehler’).

In der Folge summierten sich in diesen Diskussionen die angeblichen Merkwürdigkeiten, die als Argumente gegen die sog. ‘offizielle’ Version aufgeführt wurden:
Auf den Passagierlisten standen keine Araber; am Pentagon wurden keine Flugzeugtrümmer gefunden; die automatische Raketenabwehr des Pentagons reagierte nicht auf den Angriff; das WTC hatte einen massiven Stahlbetonkern, der für den kontrollierten Einsturz gesprengt werden musste; sämtliche Trümmer wurden ohne gründliche Untersuchung sofort nach China verschifft; die Türme stürzten im freien Fall ein; die Flugschreiber sind unzerstörbar und wurden trotzdem nicht gefunden usw. usw. usw....

Viele ‘Merkwürdigkeiten’ also, die ein gewisses Bild der Vorgänge vermitteln (sollen). Je mehr ich mich mit diesen Argumenten beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, wie hier anscheinend massiv manipuliert und/oder dilettiert wird. Erstaunlich viele Behauptungen entpuppten sich bei näherem Hinschauen als Spekulationen, Interpretationen, Verdrehungen, gelegentlich auch einfach nur plumpe Falschinformationen.

Wenn ein Journalist wie Gerhard Wisnewski wilde Spekulationen über angebliche Global Hawk-Trümmer (die von Teilen des sog. ‘Truth Movements’ vehement abgelehnt werden, siehe u.a. TruthMove Declaration 2008) folgendermassen einleitet, handelt es sich um die perfekte Demonstration der Methodik eines angeblichen ‘Nicht-Verschwörungstheoretikers’:
Aber wir sind nicht auf Spekulationen angewiesen. Denn schliesslich kann man sich ein Bild davon machen, was im Pentagon “angekommen” ist. (Mythos 9/11. S. 182)

Andererseits gibt es Merkwürdigkeiten, die schwere Versäumnisse und Fehler verantwortlicher US-Stellen sowohl vor als auch nach dem 11.9. vermuten lassen.
Der Weg  von einem fahrlässig-ignoranten Umgang mit Warnungen, von unkooperativen Geheimdiensten und Behörden, von einer hegemonialen Anspruchshaltung und einer Instrumentalisierung des 11.09.2001 zu einem selbstinitiierten, durchgeführten und vertuschten Anschlag auf die eigene Nation in der Dimension des 11. September 2001 ist jedoch ziemlich weit.

Auf diesem Weg trennen sich die Gemeinsamkeiten von Skeptikern und ‘Verschwörungstheoretikern’.

An dieser Stelle soll deshalb primär dazu angeregt werden, auch gegenüber Autoren skeptisch zu bleiben, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Zweifel zu streuen - andere nennen es ‘Fragen zu stellen’. Viele Aspekte sprechen keineswegs so eindeutig gegen die offizielle Version, wie in zahlreichen Publikationen suggeriert wird.
Schlimmer noch: Zahlreiche Behauptungen dieser Autoren erfüllen überprüfbar die Definition von ‘Desinformation’.

Nicht ganz zufällig hat sich dieser Buchautor an einem weiteren Klassiker der ‘Verschwörungstheoretiker’ versucht - der Mondlandung. Hier lassen sich eklatante Parallelen in den Methoden erkennen, mit denen Wisnewski an einfachsten Sachverhalten scheitert. Vereinzelte Aspekte sind hier dargestellt, umfassender jedoch bei Clavius beschrieben.

Vor diesem Hintergrund führt MOSAIK911 mehrere Aspekte sukzessive auf, um konkret zu dokumentieren, weshalb diverse Darstellungen von Meinungsmachern wie Wisnewski (gleiches gilt für Meyssan und von Bülow) unseriös und manipulierend erscheinen. Dies bezieht sich ausdrücklich zunächst nur auf die zusammengetragenen Aspekte und ihre Präsentation, deutet jedoch grundsätzlich auf die Methodik dieser Protagonisten. Rückschlüsse auf andere ‘Merkwürdigkeiten’ lassen sich trotzdem nur bedingt ziehen.
Bücher dieser Autoren weisen eine beträchtliche Ansammlung geläufiger Argumente und fragwürdiger Methoden auf. Daher dienen diese letztlich nur als konkrete Aufhänger. Wer dies als ‘Diskreditierung’ interpretiert, unterbindet damit grundsätzlich Kritik an diesen Autoren.

Polemische Bemerkungen werden nicht ausbleiben. Wer dies zum Anlass nimmt, die Ausführungen für fragwürdig zu halten, misst mit zweierlei Maß. Die kritisierten Autoren geizen nicht mit herablassendem Hohn und Spott - Sarkasmus, Ignoranz und Überheblichkeit ist fester Bestandteil des VT-Repertoires. Ein Blick in die Publikationen dieser Protagonisten verdeutlicht, wer seit dem Jahr 2001 das Polemik-Niveau bestimmt. (Wisnewski Online, Broeckers Online, Hauß Online)

MOSAIK911 bezieht sich auf folgende Veröffentlichungen von Gerhard Wisnewski:

Operation 9/11 - Angriff auf den Globus (Knaur, 2003)
Mythos 9/11 - Der Wahrheit auf der Spur (Knaur, 2004)
 Aktenzeichen 9.11. ungelöst (WDR, 2003)
(siehe auch Absturz in Klischeenien)
 

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